Marburg

Aus historischer Perspektive ist Marburgs wirtschaftliche Entwicklung von drei herausragenden Entwicklungen geprägt, die maßgeblichen Einfluss auf den Werdegang der Stadt hatten:

1. Das Wirken der Landgräfin Elisabeth von Thüringen, die 1228 nach Marburg kam. Die nach ihrem Tode gebaute Wallfahrtskirche machte Marburg zu einem der herausragenden europäischen Wallfahrtsorte und noch heute zu einem attraktiven Tourismusziel.

2. Die Gründung der Universität im Jahre 1527 als erster protestantischer Universität der Welt: Ihre Existenz sicherte der Stadt bis heute eine Bedeutung, die die umliegenden Städte bei Weitem übertraf. Die Universität hatte mit Emil von Behring nicht nur den ersten Nobelpreisträger der Medizin, sondern auch das Wachstum bedeutender Biotechnologie- und Pharmazieunternehmen am Standort beeinflusst.

3. Die Eingliederung des Staates Hessen-Kassel und damit Marburgs von Preußen im Jahre 1866: Der preußische Staat förderte nicht nur die Universität durch den Aufbau neuer Institute, sondern hat auch den systematischen Aufbau neuer Stadtviertel und Institutionen beinflusst.

Im Zusammenwirken mit der Stadt und der Wirtschaft ist es die Universität, die heute unter den Bedingungen der Wissensgesellschaft in einer globalisierten Welt der gesamten mittelhessischen Region als wirtschaftlicher Impulsgeber dient. (Quelle: Stadt Marburg)